| Die Bibliophilatelie, das
Sammeln und das Sein
Einige Gedanken
von Ben Kaden (info)

Es gibt einen kleinen Briefmarkenhändler in der Reinhardt-Straße
in Berlin-Mitte, vor dessen Auslage ich in den 1980er Jahren –
also als jüngerer Schulbub – einmal mit meinem Vater
stand: Seine Einstellung zu den bunten Papierchen war als „leidenschaftlich“,
meine vielleicht als „freundlich interessiert“ zu bezeichnen.
Ich hatte mein kleines Album mit ein paar Sportmarken zu den Olympischen
Spielen in Los Angeles von den Komoren, einige Zootiere aus der
DDR und kubanische Weltraumausgaben, mein Vater seine zwei, drei
Dutzend großen Alben, in die ich nie hineinblätterte
und in denen ich, der ich zu schmutzigen Fingern neigte, vielleicht
auch gar nicht blättern sollte.
Das zweite Mal betrat ich den Laden
so um 2001 auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk. Auch wenn
die Freude über Briefmarken bei Nicht-Philatelisten sicher
beschränkt ist – als nette Zugabe sind Motivmarken doch
immer geeignet und stoßen bei fast jedem Menschen irgendwie
auf Sympathie.
Das dritte Mal ging ich im Januar
2005 in dieses Geschäft, um wieder ein Geschenk zu erwerben,
einen hübschen Bogen aus England mit Waldtieren. Diesen gab
es natürlich nicht, aber da ich nicht unverrichteter Dinge
gehen wollte, fragte ich mit mehr gespieltem als realem Interesse,
ob es denn Briefmarken mit Bibliotheksmotiven gäbe. Der Händler
schaute mich mit irritiertem Blick an und meinte, er hätte
noch nie gehört, dass irgendjemand so etwas sammle, ja sich
überhaupt dafür interessiere. Er erinnerte sich aber an
eine Emission zu den Kostbarkeiten der Staatsbibliothek im letzten
Ausgabejahr der DDR (1990). Diese gab es vorrätig und fast
geschenkt und so bildeten Michel Nr. 3340-3343 den Grundstock
meiner Sammlung und den Auslöser dafür, dass ich mich
geradewegs in den Spuren meines Vaters wieder finde und –
obwohl vom Alter her sicher noch weit unter dem Durchschnitt des
typischen Philatelisten – eine kleine, vollkommen zweckfreie,
Leidenschaft entstehen lasse.
Das schrecklich schöne Sammeln
Im Sammeln, so kann man annehmen, offenbart sich ein
bibliothekarischer Urtrieb. Das Sammeln ist die Voraussetzung für
das Erschließen und schließlich Verfügbarmachen
– nicht nur – von Literatur und manchmal tritt es auch
vollkommen losgelöst von diesen Folgetätigkeiten auf.
Man kann sich diesem Sammeltrieb, wenn man denn von einem Trieb
sprechen möchte, aus verschiedenen Richtungen nähern und
die psychologische erscheint als eine logische, leider aber nicht
unbedingt fruchtbare. Von dem französischen Postmodernisten
Jean Baudrillard, zugegeben nicht unbedingt ein ausgewiesener Psychologe,
ist folgende Passage überliefert:
„Beim Kind ist es [das Sammeln] der rudimentärste
Ausdruck seiner Herrschaft über die Umwelt: ein Ordnen, Einteilen
und Gruppieren. Die aktive Phase des Sammelns scheint zwischen
dem siebenten und zwölften Lebensjahr zu liegen, in der Latenzzeit
zwischen der Vorpubertät und der Pubertät.
Mit deren Abschluss nimmt die Lust am Sammeln
ab, erwacht jedoch manchmal bald darauf wieder. Später sind
es die Männer über vierzig, die sich von dieser Leidenschaft
fortreißen lassen. Kurz, überall scheint ein Zusammenhang
mit der sexuellen Konjunktur zu bestehen. Während der kritischen
Phasen des Geschlechtslebens scheint das Sammeln eine bedeutende
ausgleichende Rolle zu spielen.
Das Sammeln einerseits und die aktive
genitale Geschlechtsbeziehung schließen einander wechselseitig
aus, ohne daß man von einer stellvertretenden Funktion sprechen
könnte. Das Sammeln ist im Verhältnis zur Sexualität
eine Regression auf die anale Stufe, die sich durch anhäufendes
und ordnendes Verhalten, sowie durch aggressive Zurückhaltung
kennzeichnet […]“[Fn1]
Nun ja, so ganz identifizieren mag ich mich
mit dem darin charakterisierten Idealtypus eines Sammlers nicht.
Die Überbetonung des sexuellen Aspekts ist für mich jedenfalls
nicht unwiderlegbar und auch das hübsche, jüngst erschienene
Buch von Madeleine Lefebvre zu den Liebesabenteuern im Bibliotheksumfeld[Fn2]
lässt darauf schließen, dass sich sexuelle Aktivität
– die ja als „Don Juanismus“, d.h. dem Sammeln
von Liebschaften, gar Gegenstand einer Sammelpassion werden kann
– und das (berufsmäßige) Sammeln nicht ausschließen.
Auch die einst von John Fowels in der Sunday
Times so gepriesene Abhandlung über das Sammeln von Werner
Muensterberger hat mich eher in den zusammengetragenen Einzelschicksalen
und Anekdoten angesprochen als in ihren – für meinen
Geschmack etwas zu überpsychologisierenden – Grundthesen.[Fn3]
Und selbst dem viel verehrten Walter Benjamin
kann ich aufgrund meines bescheidenen Erfahrungsschatzes nicht zustimmen,
wenn er davon ausgeht, dass Sammeln im Kern ein a) persönliches
und b) einsames Handeln darstellt.[Fn4]
Immer wieder und nahezu überall wird die
„Freude am Besitzen“ ins Zentrum gerückt, das Zusammentragen,
Zusammenhalten und Nicht-Wiederhergeben(wollen), das das Verhältnis
des Sammlers zu seinen Sammelgegenständen auszeichnet. Damit
bedient man natürlich parallel eine alte Leitvorstellung von
der Bibliothekarspersönlichkeit aus der Blütezeit der
Magazinbibliothek, nur ist mir ein solches Verhalten in den meisten
Bibliotheken bestenfalls als ein kalter Hauch aus der Vergangenheit
zwischen staubigen Regalmetern begegnet und wenn, dann besonders
in traditionsbewussten Häusern vorzugsweise wissenschaftlicher
Art.
ie meisten Bibliotheksmitarbeiter, auf die ich
bisher treffen durfte, freuten sich eher, wenn die in ihrer Obhut
befindlichen Bestände auch bei anderen, nämlich den Nutzern,
auf Interesse stoßen und ich denke, hierin liegt dann auch
der Sinn einer Bibliothek – im Gegensatz vielleicht zu einem
Archiv.
Mit Briefmarkenfreu(n)den funktioniert das ähnlich:
Die wenigen philatelistisch orientierten Mitmenschen, die mir begegnet
sind, erfreuten sich ganz ausgeprägt an der Geselligkeit und
besonders auch am Tausch der kleinen Wertdrucke.
Sicher verwahrt jeder irgendwo ein paar besondere
Schmuckstücke, die für keinen Preis mehr hergegeben werden,
dies aber eher aus der Freude an der Rarität. Dass man die
„Brillianten“ im Stahlschrank einschließt, habe
ich nie erlebt. Vielmehr ist der Durchschnittsphilatelist auch Durchschnittsnarzisst
und liebt es, seine Schätze einem Kenner vorzuführen.
Bestimmt mag es auch den anderen Typus geben und vermutlich müsste
ich mich nur einmal in eines der Auktionshäuser begeben.
Aber ich, aus Vergnügen in der Liga der einkommensschwachen
Sammler unterwegs, könnte doch eine lange Liste von Ausnahmen
anführen, die sich den „psychologie-ge- bzw. ertränkten
Sammeln-Besitzdrang-Thesen“ entgegenstellen ließen.
Gefeit ist man vermutlich trotz allem nicht und eventuell muss man
erst in die Sucht hineinwachsen?
Dass eine Sammlung keinen adäquaten Ersatz für
eine glückliche und erfüllte zwischenmenschliche Beziehung
darstellt wie Muensterberger verkündet, ist ohne Frage richtig.
Meinem persönlichen Erleben zufolge erlebt man jedoch die Erfüllung,
das „Glücksgefühl“, ohnehin nur temporär
und es muss stets neu hervorgerufen werden – und zwar in zwischenmenschlichen
Beziehungen wie auch im Sammeln, wobei man beides nicht mit einander
vermischen sollte.
So kann ich durchaus in dem Moment, in dem ich den
Briefumschlag öffne und eine neue, mir zugesandte Marke finde,
einen Moment der Erfüllung (und höchsten Verzückung)
durchleben, der vielleicht nach technischem Zeitmass als nicht sehr
lang zu werten ist, mich in diesem Augenblick aber absolut einfängt.
Gleiches gilt übrigens häufig auch für den Moment,
in dem sich die Hände zweier Verliebter zum ersten Mal berühren…
Ich vermute generell, dass ein „gesunder“
Sammeltrieb allen Menschen innewohnt. Nach den Erkenntnissen der
Motivationsforschung wäre das Sammeln von so hübschen
Objekten wie Briefmarken (oder auch Erstausgaben, Plüschelefanten
oder Fabergé-Eiern) Ergebnis einer „Überflussmotivation“,
d.h. eines Verhaltens, welches sich jenseits allen Selbsterhaltungsstrebens
und aller Befriedigung von Grundbedürfnissen vollzieht.
In der Maslowschen Bedürfnishierarchie bewegen
wir uns in etwa auf Erfüllungsstufe 3-4, also im Bereich der
Wertschätzungsbedürfnisse, der dann angegangen werden
kann, wenn physische Bedürfnisse wie Hunger und Durst sowie
Sicherheitsbedürfnisse befriedigt sind. (Auch das Reproduktionsbedürfnis
ist in der Hierarchie etwas tiefer angesiedelt, was beweist, dass
wir uns hier dann doch auf ganz verschiedenen Ebenen bewegen.) Das
Sammeln von Briefmarken ist entsprechend eindeutig im Bereich der
so genannten Abundanz oder auch Überflussmotivation zu verorten.
In einer etwas älteren, auf meinem Schreibpult
liegenden, Gegenüberstellung von so genannten Defizitmotiven
und Abundanz- bzw. Anregungsmotiven findet sich eine Ordnung nach
vier motivationalen Relationen: den Körper betreffend, die
Beziehung zur Umwelt betreffend, die Beziehungen zu anderen Menschen
und das Selbst betreffend. Die körperliche Komponente dürfte
beim Briefmarkensammeln eher ausscheiden, denn es lassen sich hier
weder „unangenehme körperliche Zustände vermeiden“,
noch finden „rhythmische Körperbewegungen“ in nennenswertem
Ausmaß statt. Vielmehr scheint der umweltbezogene Gesichtspunkt
„Erwerb von erfreulichen Besitztümern“ ganz passend.
Nutzt man diese Tätigkeit zur Kontaktaufnahme mit Gleichgesinnten
z.B. in Tauschzirkeln oder im Zeitalter des Web 2.0 auch mittels
Sozialer Software, so betreffen sie natürlich auch die Beziehungen
zu anderen Menschen. Wer jemals die begeisterten Arbeitsgruppen
auf den Briefmarkenbörsen bei ihrem regen Fachdiskurs erlebt
hat, weiß nicht mehr so recht einzuschätzen, ob nun die
soziale Gruppe oder das Objekt „Briefmarke“ als Mittel
zum Zweck fungieren. Und natürlich gibt es bestimmt etliche
hochambitionierte Sammler, die sich derart über ihre Kollektion
und ihr Hobby definieren, dass dieses entscheidend zur Erzeugung
von Selbstachtung, in sehr eindringlichen Fällen vielleicht
sogar zur „Entdeckung eines sinnvollen Platzes für das
Selbst im Universum“ führt. Hierbei sei für die
etwas verwunderten Sammelabstinenten bemerkt, dass es sich in diesem
Fall natürlich um einen „subjektiven“ Sinn Weberscher
Provenienz handelt und keineswegs als allgemeines Sinnmodell taugt.
Was dem einen sinnvoll erscheint, ist für den anderen nichts
als hirnrissig und darin poltern wir auch direkt in das Grundelend
des fortgeschrittenen menschlichen Gemeinwesens.
Festzuhalten ist, dass das Sammeln von Briefmarken
zu den Tätigkeiten des menschlichen Verhaltens zählt,
die erst dann auftreten, wenn der Mensch, grob gesagt, nichts Besseres
zu tun hat. Da er nicht ohne Anregung sein kann, seine Verfassung
ihm aber – wie er so satt auf dem Sofa in der geheizten Wohnung
in glücklicher Paarbeziehung sitzt – keinen reinen Überlebens-
und Reproduktionskampf mehr bieten kann[Fn5]
, beschließt er – meist ohne abzuschätzen, worauf
er sich einlässt – sich selbst Stimulans zu suchen und
beginnt ein Zweitstudium, treibt Extremsport, besorgt sich einen
jungen Mischlingsrüden oder sammelt eben Briefmarken (eventuell
sogar mit Bibliotheksmotiven).
Und da Handeln konsequent genug betrieben in
jedem Fall zu Problemen führt, die auf einen als existentiell
empfundenen Problemstatus zurückführen (Prüfungsangst,
Hals- und Beinbruch, morgens um 4 Uhr im Regen Gassi gehen müssen
oder das Auto verpfänden, um sich ein Kolonialprovisorium der
Marshall-Inseln leisten zu können), ist man bald genügend
beschäftigt. So entsteht dann am Ende Kultur, was sich auch
prima und noch einmal etwas ausgewogener bei Josef Pieper nachlesen
lässt.[Fn6]
Sicher: Wie bei allen Leidenschaften gibt es auch
im Bereich des Briefmarkensammelns Möglichkeiten des Kontrollverlustes
und der ungesunden Exzessivität, Verlustangst und Fanatismus.
Ich vermute allerdings, dass pathologische Überreaktionen hier
vergleichsweise seltener auftreten als im Bereich der profanen zwischenmenschlichen
Liebhaberei.
Im vorliegenden Fall wird grundlegend vom Typus des
Sammlers ausgegangen, der sich trotz seiner Leidenschaft den Vollbesitz
seiner geistigen Kräfte erfolgreich bewahrt. Ein solcher –
jedenfalls nach seinem Selbstbild – wird nun versuchen, einen
kleinen Parforce-Überblick über das aufregende Feld der
Bibliophilatelie darzubieten.
Kurze Begriffsgeschichte der Bibliophilatelie
Die Motivation für die Bibliophilatelie sind
die Motive und zwar jene, welche auf die Briefmarken gedruckt sind.
Motivmarken gibt es seit 1901 und irgendwann, irgendwo ist vermutlich
fast jede kulturelle Errungenschaft vom Angelsport bis zur Zitrusfrucht
schon einmal auf einer Briefmarke aufgetaucht. So verwundert es
nicht, dass auch Schrift(zeichen), Bücher, Druck und Bibliothek
bisher recht zahlreich ihre Abbildung auf Postwertzeichen fanden.
Wie immer, wenn man sich mit einem wenig kanonisierten
Gebiet auseinandersetzt, stellt sich die Frage der Abgrenzung. Obwohl
es fast keinen Diskurs darüber gibt und wohl kaum mehr als
vielleicht zehn Publikationen – die meisten davon eher informeller
Art wie dieser Text – ist es unklar, was alles in das Themengebiet
Bibliophilatelie hineinzuzählen ist.
In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre
tauchte in der Zeitschrift der American Philatelic Society
„The American Philatelist“ innerhalb eines Textes der
New Yorker Antiquarin Leona Rostenberg die Bezeichnung Bibliately
auf.[Fn7]
Diese bezog sich im Prinzip auf alle denkbaren
buchspezifischen Zusammenhänge bis hin zu Autoren und Literatur
und ist - bibliophilatelistisch objektiv gesehen – doch etwas
zu ausufernd.
Das konkrete Thema wurde nachweislich bereits
1955 in einem Aufsatz mit dem Titel „Librarianship and Philately“
des damalig recht bekannten Bibliotheks- und Bibliotheksschuldirektors
John Boynton Kaiser im Library Journal kurz auf die Agenda
gesetzt[Fn8],
damals aber noch ohne jede Ambition, eine spezifische Benennung
festzulegen. Der Terminus Bibliophilately
tauchte laut übereinstimmender Aussage erstmals in einem 1982
von George Eberhardt in der Zeitschrift American Libraries
publizierten Beitrag auf.[Fn9]
Er hat sich seither erfolgreich – sicher auch mangels begrifflicher
Konkurrenz – in Fachkreisen durchgesetzt. Nach gut einem Jahr
Beschäftigung erscheint er mir für meinen persönlichen
Sammelanspruch trotzdem problematisch, worauf ich noch eingehen
werde.
Der polnische Bibliophilatelist und Bibliophile Jerzy
Duda integriert momentan dreizehn Motivfelder in den Begriff, die
einen sehr breiten Ansatz offenbaren:
1. Das Buch als Hauptthema der
Briefmarke,
2. der Anfang und die Geschichte der Handschrift (Manuskripte),
3. die Schrift, ihre Geschichte, Schreibmaterialien und
-geräte,
4. der Druck, Druckereien, die Drucker,
5. Bibliotheken, Bibliothekare, Bibliothekenstifter,
6. Illustrationen, Einbände, Exlibris,
7. die Vermarktung von Bücher (Büchertage und
-ausstellungen,Buchhandel),
8. die Wissenschaft vom Buch, Bibliophilie,
9. Bücher der Bücher (die Bibel, der Koran,
die Tora),
10. Bildung, Erziehung und Bekämpfung des Analphabetismus,
11. Schulen, Lehrer, sowie große Pädagogen und Weltorganisationen,
12. Universitäten und Hochschulen und
13. die Kunst des modernen Buches.[Fn10]
Mit der Hineinmischung des Bildungsaspektes und von
Institutionen, die ganz bestimmt eine Bibliothek irgendwo angeschlossen
besitzen, greift mir der Ansatz dann doch etwas zu weit. Andererseits
wird der Aspekt der neuen Medien als Bibliotheksmotive augenscheinlich
vernachlässigt, wäre aber nach dieser Liste nur konsequent.
Nach der etymologischen Herleitung ist die Integration der sämtlicher
angeführter Gegenstände selbstverständlich vollkommen
nachzuvollziehen, geht es vorrangig um das Buch. Die Bibliotheken
sind dabei nur ein – wenn auch wichtiger Aspekt – unter
mehreren ebenbürtigen.
Dudas amerikanischer Sammelkollege Larry T.
Nix ordnet Briefmarken mit Bibliotheksmotiven den so genannten Postal
Librariana zu.[Fn11]
Dieses sind „postal artifacts related to libraries“[Fn12],
also neben Briefmarken auch Kuverts, Ersttagsbriefe, Post- und Ansichtskarten,
Stempel und alles sonst Denkbare, was Post und Bibliothek verbindet.
Nix betont explizit, dass Postwertzeichen mit Bibliotheksmotiven
eine Unterkategorie der bibliophilatelistischen Motivausgaben darstellen,
worin man ihm problemlos zustimmen kann.[Fn13]
Die Ausdrucksvariante Bibliophilatelie
ist mittlerweile dank des unermüdlichen Engagements Dudas weithin
wenigstens bekannt gemacht. Mittlerweile liegt sogar eine chinesischsprachige
Webpage zum Thema vor[Fn14],
so dass ein Vorbeikommen an dem Terminus unmöglich scheint.
Interessanterweise hat die American Topical
Association eine Code-Number für die Motivgruppe Libraries[Fn15],
ignoriert aber die Sammelgruppe Bibliophilatelie als solche bislang
tapfer. Auch in der ausführlichen Topicals & Thematics-Liste
des britischen Briefmarkentycoons Stanley Gibbons finden sich Untergruppen
wie Bible Texts, Books, Hans Christian Andersen,
Libraries, Literature, Maps und Writers[Fn16],
das Stichwort Bibliophilately
lässt sich aber auf der gesamten Website nicht entdecken.
Als dokumentationswissenschaftlich geschulter
Connaisseur de Timbre vermisst man hier schmerzlich eine
thesaurusbasierte Motivaufbereitung, also wenn man möchte „inhaltliche
Erschließung“ der Marken mit ihrem Subtext, die auch
eine vernünftige Begriffsbeziehung zwischen der Bibliophilatelie
und den ihr untergeordneten Motivtypen herstellen könnte.
Hier wäre es vielleicht an der Zeit, dass
die zumeist bibliothekswissenschaftlich geschulten Bibliophilatelisten
das Zepter an sich reißen und eine Vorlage erarbeiten. Ich
fürchte aber, dass sich dieser herkulischen Aufgabe –
zumal sicher gegen den Widerstand alteingesessener Philatelisten,
die mit der jetzigen Form der „Inhaltserschließung“
glücklich sind – so schnell niemand annehmen wird.
Bibliophilatelie persönlich
Persönlich zwinge ich mein bibliophilatelistisches
Sammelspektrum tatsächlich in das Korsett des explizit erkennbaren
bibliothekarischen Kontexts, um das Gebiet in einem überschaubaren
Rahmen zu halten. Jede Schwäche, die sich in einem motivischen
Interesse z.B. für Schriftgeschichte, Buchmalerei, Presse oder
Lese- und Schreibförderung äußert, jeder Versuchung,
Marken auf denen einfach Bücher abgebildet sind, ebenfalls
in die Sammlung aufzunehmen, gilt es zu widerstehen, denn einmal
angefangen, stößt man eine Dominokette der zu integrierenden
Motivvielfalt an und schnell jagt man Marken zu Universitätsjubiläen
hinterher, investiert in jede Gutenberggedenkmarke (was zahlenmäßig
schon ein eigenes Sammelgebiet darstellen könnte) und erst
mit überbordenden Sammelalben in durchhängenden Regalen
und/oder dem wirtschaftlichen Ruin endet diese Odyssee.
Als Sammler aus Freude und Vergnügen habe ich
glücklicherweise das Recht dazu, mir meine eigenen Motivregeln
festzulegen. Was hierbei geschieht, ist sozusagen „Wissenschaft
light“, denn man definiert einen gewissen Wirklichkeitsausschnitt
und sammelt (!) entsprechende Daten (d.h. Objekte), aus denen man
eventuell sogar den einen oder anderen Erkenntnisgewinn schöpft.
Man muss es allerdings nicht, so kann man nur – rein sensuell
– mit den Objekten des Interesses herumspielen, was doch eine
sehr beruhigende Gewissheit ist. Für mich persönlich ist
also die bibliotheksspezifische Bibliophilatelie ein kleines, kontrollierbares
Motivfeld, das folgende Motivformen
einschließt:
- Bibliotheksgebäude
- Bibliothekarisches Personal, sofern
es explizit als solches benannt oder erkennbar ist. Personen,
die rein zufällig als Bibliothekar tätig waren und später
durch revolutionäre Taten in Politik, Wissenschaft, Sport
oder Musik berühmt wurden, schließe ich aus.
- Bibliotheksbestände, wie Bücher,
Landkarten, Einblattdrucke und elektronische Datenträger,
sofern diese explizit in einem Bibliothekszusammenhang auftreten.
- Darstellungen von Bibliotheksinnenräumen,
was z.T. nicht einfach ist, da manch einfaches Bücherregal
gern mit einem Bibliotheksregal verwechselt wird.
- Fiktive Bibliotheken, Bibliothekare, Nutzungsszenerien
u.ä., z.B. Brasilien Mi. Nr. 1268: „Junge nimmt Buch
aus Regal einer Jugendbibliothek“, oder Burundi 1970, Mi.
Nr. 657 „Studenten im Lesesaal“
Die einzelnen Motivvarianten lassen sich natürlich
nach verschiedenen Ordnungsaspekten weiter erschließen. Am
sinnvollsten erscheint mir hier die Variante
Motivform – Bibliothekstyp – Ausgabeland –
Erscheinungsjahr.
Die tatsächliche Anzahl der erschienenen
Marken ist schwer abzuschätzen. In einer 1978 veröffentlichten
Liste im Mitteilungsheft der Internationalen Arbeitsgemeinschaft
Druck & Papier e.V. werden für den Zeitraum 1916-1977 insgesamt
132 Marken angeführt, die dem Bereich „Bibliotheken und
Archive auf Briefmarken“ zuzuordnen sind.[Fn17]
Ingo Tornow von der Stadtbibliothek München
hat sich 1996/97 zu einer sehr detaillierten Auswertung zu „Buch
und Bibliotheken auf Briefmarken“ hinreißen lassen[Fn18]
und festgestellt, dass (mindestens) 80 Staaten bislang (mindestens
einmal) Bibliotheksgebäude als Briefmarkenmotiv ausgegeben
haben.Für die Zeit bis zum zweiten Weltkrieg konnte er 11 Emissionen
ermitteln, für die Dekade 1950-1960 ebenfalls 11, für
die 1960er Jahre 32, in den 1970ern 35 und den 1980ern 39. Von 1990-96
(dem Ende des Erhebungszeitraums) erschienen noch einmal 20, was
in der Summe 148 Marken macht.
Anfangs dachte ich in meiner Naivität, dass es
in den Weiten des Markenuniversums vielleicht dreißig, vierzig
Marken von Relevanz gibt, mit fortschreitendem Hineingleiten in
das Themengebiet merke ich mittlerweile, dass – je nach Definition
– durchaus mit bedeutend mehr Marken zu rechnen ist. Inklusive
derer, die seit Herbst 1996 ausgegeben wurden und derer, die Ingo
Tornow bei der (Print)Katalogrecherche eventuell übersehen
hat, gehe ich mittlerweile von einem Aufkommen von mindestens 200
Marken aus.
Bin ich allein?
Es gibt sicher tausende Sammler, die Pilzmotive zusammentragen,
Hunderttausende mit einer Schwäche für Flugzeuge und Brücken
und Millionen, die sich auf die Vogelwelt spezialisiert haben. Einen
Bibliophilatelisten dagegen findet man etwa so selten wie einen
Sprecher der Rama-Sprache. So ist die Zahl der bekennenden Bibliophilatelisten,
also der Intensivsammler, schwer abzuschätzen. Jerzy Duda nennt
auf seiner Website folgende Namen:
• Larry T. Nix – USA
• Zhigang Wang – China
• Ernesto Lopez Arcos – Chile
• Jacqueline Villa – France
• Hans Krol – Netherlands
• Jerzy Duda – Poland
Zähle ich mich als bekennend dazu, sind es schon
sieben Menschen weltweit, die sich offiziell mit diesem Sammelgebiet
befassen. Ob der genannte Ingo Tornow tatsächlich sammelt,
vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen, es scheint jedoch nahe
liegend.
Insgesamt dürfte die Dunkelziffer allerdings
durchaus höher einzuschätzen sein und im höheren
zwei- bis unteren dreistelligen Bereich liegen, je nach dem ob man
eventuelle Latenzsammler, die also nicht spezialisiert sammeln,
ein bibliophilatelistisches Stück aber als Solches wahrnehmen
und mit diesem Wissen aufbewahren, dazu zählt.
Marken sind nicht alles
Nun meint man als Außenstehender vielleicht,
dass sich, sofern der Philatelist die 200 bibliotheksbezogenen Marken
im heimischen Einsteckalbum sein eigen nennt, keinerlei Herausforderungen
mehr für ihn ergeben.
Hier irrt man und zwar gewaltig. Geradewegs ins Unendliche
erstreckt sich der Kosmos der Postal Librariana, also der
Poststücke mit Bibliotheksbezug, Legion ist die Zahl der Ansichtskarten,
die Bibliotheken zeigen und mit dem Trend zum Bibliotheksmarketing
wird dies sicher noch zunehmen, wie man an Verkaufsständen
im „Lobbybereich“ z.B. der DDB in Frankfurt oder auch
der SLUB in Dresden unschwer erkennen kann.
Auch wer Gebrauchspost aus dem Bibliotheksalltag[Fn19]
umfassend sammeln will, hat ein wahrhaft unerschöpfliches Gebiet
vor sich inklusive – sehr seltener – Sonderstempel,
Ersttagsbriefe und anderer Ganzstücke[Fn20]
sowie Belege aller Art.
Zudem kann man die Einzelmarken in verschiedenen
Erhaltungsformen (postfrisch, gestempelt oder auf Brief) aufzutreiben
versuchen und ohnehin liegt der höchste Genuss immer in Verwandtschaft
mit der Zügelung, so dass man die Option, einen Markenbesorgungsdienst
zu beauftragen und alles auf einmal heranzuschaffen als Herzenssammler
wohl nicht in Anspruch nehmen würde (bzw. sich eventuell auch
gar nicht leisten könnte).
Die Marke als semiologisches Abenteuer
Briefmarken sind natürlich mehr als Marken, wenn
man die Inhaltsebene erfasst und es ist sicher nicht ganz unwahrscheinlich,
dass man aus der Beschäftigung mit den Motiven und besonders
auf der Jagd nach den einzelnen Marken, auch einiges für und
über die Welt außerhalb des Philatelistischen lernt.
Betrachtet man z.B. den schönen lettischen Block
mit dem Entwurf der neuen Nationalbibliothek für Riga von Gunnar
Birkerts, beginnt man zu ahnen, wie Bibliotheksarchitektur im 21.
Jahrhundert aussehen kann und erfährt u.U. sogar erst über
die Marke von dem Projekt.
Von den Jubiläumsausgaben der Poststelle des
Vatikans zum 500jährigen Bestehen der Biblioteca Vaticana kann
man das Gründungsjahr ableiten und die grafische Gestaltung
ermöglicht immer auch Rückschlüsse auf das Image
der (jeweiligen) Bibliothek im Ausgabekontext. Die Motive sind demnach
Zeichenelemente, die auf etwas anderes verweisen und schon findet
man sich mittendrin im wunderbaren Zirkel der Semiosis.
Allein die Entscheidung für die Emission einer
Briefmarke mit einem Bibliotheksmotiv ermöglicht in der Regel
Erkenntnisse darüber, welche Stellung diese Institution in
dem jeweiligen Kulturkreis besitzt – was sich von Sportmarken
oder Disneymarken, die von den üblichen Briefmarkenexportnationen
gern herausgegeben werden, nicht uneingeschränkt behaupten
lässt.
 |
Dies ist eine meiner Lieblingsbriefmarken mit Bibliotheksbezug,
ausgegeben von der spanischen Post zum Jahr des Kindes 1979.
Interessant erscheint mir die Tatsache, dass Kindheit hier ausdrücklich
mit Bibliotheksbezug verbunden wird, wobei die Figur der Bibliothekarin
das Image der grauen Maus auf das Schönste bestätigt.
Da es sich vermutlich um eine Kinderzeichnung handelt, ist davon
auszugehen, dass hier reale Nutzungserfahrungen verarbeitet
wurden. Die Kinder sind unterschiedlicher Stimmung, das Mädchen
mit dem roten Pullover entweder fröhlich oder verschmitzt.
Die augenscheinlich ausschließlich weibliche Nutzerschaft
liest, wartet oder trägt Bücher unter dem gestrengen
Blick der Aufsichtsperson umher. Nun ergeben sich u.a. die Fragen,
ob die spanischen Jungen bibliotheksabstinent sind und ob spanische
Bibliothekarinnen tatsächlich graue Einteiler bevorzugen. |
Was mich persönlich an Briefmarken besonders
fasziniert, ist, dass hier sehr viel Information auf sehr kleinem
Raum, ansprechend und mit dem bloßen Auge erkennbar untergebracht
werden muss. Als absoluter Laie vermute ich, dass die Gestaltung
von Briefmarken eine der anspruchsvollsten Aufgaben im Gewerbe der
Grafik darstellt, von den Graveuren ganz zu schweigen, denn es wird
schon seinen Grund haben, dass es hier verhältnismäßig
wenige gibt und die Branche besonders mit Czeslaw Slania oder Arne
Kuhlmann sogar eine Art Superstars des Geschäfts mit eigenen
Fanseiten und zugehöriger Werkmonografie[Fn21]
hervorgebracht hat.
Bibliophilatelie als Forschungsgegenstand
Ist denn irgendwann tatsächlich der Reiz des
reinen Sammelns erschöpft, aber der Wille zur Beschäftigung
mit der Sammlung nach wie vor gegeben, kann man sich mit allerlei
Formen wissenschaftlicher Methodologie von der Philahermeneutik
bis hin zur Bibliophilametrie des Gegenstands annehmen. Ich möchte
nun nicht ernstlich behaupten, dass sich in der Bibliophilatelie
genug Substanz für eine eigene wissenschaftliche Disziplin
ausmachen lässt, aber das Potential für einige wissenschaftlichen
Untersuchungen mit durchaus sinnvollem Erkenntniswert, idealerweise
an der Schnittstelle von Kultur- und Bibliothekswissenschaft anzusiedeln,
findet sich durchaus.
Was in jedem Fall aussteht, ist eine systematische
Gesamterherbung des Erscheinungsverhaltens, so z.B. nach bestimmten
thematisch starken Jahrgängen, geographischen Ballungen etc.
Ansätze dazu existieren zwar[Fn22]
, aber eine umfassende Grundlagenbehandlung steht noch aus –
wobei die Denkbarkeit eines solchen Themas wieder einmal beweist,
dass man, hat man nur genug „Muße“, quasi jedes
Thema wissenschaftlich abarbeiten kann.
Aus bibliothekswissenschaftlicher Sicht gewiss
nicht uninteressant ist die Tatsache diverser philatelistischer
Spezialbibliotheken bzw. Spezialsammlungen, so z.B. die philatelistische
Sammlung der British Library[Fn23]
oder auch in den Bibliotheken diverser Postmuseen z.B. in Stockholm[Fn24],
die hier eine Archivfunktion auch für das kulturelle Gedächtnis
eines Landes erfüllen. In Deutschland gibt es eine als Verein
geführte Philatelistische Bibliothek in Hamburg[Fn25]
sowie eine von der Münchner Stadtbibliothek[Fn26]
betreute philatelistische Sammlung , die – wie man hört
– ausgesprochen aktiv am Fernleihverfahren teilnehmen.
Für die Bibliophilatelie haben hier Jerzy
Duda und Larry T. Nix Pionierarbeit geleistet und mit der Bibliophilatelie-Sektion
im ib.weblog[Fn27]
des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft
der Humboldt-Universität in Berlin sowie dem Bibliophilately-Blog[Fn28]
trägt auch die Blogosphäre ihr Scherflein zur virtuellen
Verbreitung des Phänomens bei.
Zum Schluss
Die bibliophilatelistische Leidenschaft ist
also eine Huldigung an die Schönheit des an sich Zwecklosen.
Streng genommen benötigt kein Mensch diese Form von Postwertzeichen
und genauso benötigt kein Mensch Menschen, die sich damit beschäftigen.
Selbst als Markt – was immer ein ausreichendes Legitimationskriterium
ist, denn sobald ein an sich höchst überflüssiges
Kulturgut, vom „Schauorchester Ungelenk“ über die
„One-Million-Dollar-Website“ bis zum „Private
Equity Fond“, Geld abwirft, wird es als bedeutsam geadelt
– ist das Feld der Bibliophilatelie zu klein und daher völlig
ungeeignet.
Und dennoch lässt sich hierin etwas sehr
Schönes entdecken: die Freude an der Vielfalt des menschlichen
kulturellen Ausdrucks, die Begeisterung für das Unscheinbare
– und vielleicht ist das höchste Glück erreicht,
wenn man sich eines Tages, sofern die Vollständigkeit der Sammlung
erreicht ist, wieder von dieser trennt und die Einzelbestandteile
verstreut und zwar möglichst so, dass andere Menschen daran
Freude haben. Die Sammlung wird hier Ausdruck von Lebensfreude.
Wer mag, kann auch in einem kleinen Album mit Briefmarken seine
„Blumenpredigt“ finden. Ich mag.

Fußnoten
[Fn 1]
Baudrillard, Jean: Das System der Dinge. Über unser Verhältnis
zu den alltäglichen Gegenständen. Frankfurt/New York:
Campus, 2001. (zurück)
[Fn
2]
Lefebvre, Madeleine: The Romance of Libraries. Lanham [u.a.]: Scarecrow,
2006.(zurück)
[Fn
3]
Muensterberger, Werner: Sammeln. Eine unbändige Leidenschaft.
Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999. (zurück)
[Fn
4]
zitiert bei Muensterberger, S.39. (zurück)
[Fn
5]
vgl. z.B. die Versuche von Bexton et. al. 1954 oder Heron et. al.
1956. (zurück)
[Fn
6]
Pieper, Josef: Musse und Kult. München: Kösel-Verlag,
1948.(zurück)
[Fn
7]
Rostenberg, Leona: Bibliately. In: The American Philatelist, Januar
- Juni 1977. vgl. auch: www.libraryhistorybuff.org/bibliophilately.htm;
www.bibliofilatelia.org.pl/news-en.html
(zurück)
[Fn
8]
vgl. www.libraryhistorybuff.com/bibliophilately.htm
(zurück)
[Fn
9]
Eberhardt, George: Bibliophilately. In: American Libraries. Juni
1982. (zurück)
[Fn
10]
www.bibliofilatelia.org.pl/de/index.html
(zurück)
[Fn
11]
Wobei ich in der letzten Ausgabe mit der Benennung “Libriana”
eine Art Eigentor geschossen habe. Es muss natürlich Librariana
heißen, denn hier geht es tatsächlich und eindeutig um
ein bibliotheksbezogenes und nicht etwa um ein vorrangig buchbezogenes
Objekt. (zurück)
[Fn12]
www.libraryhistorybuff.org/postal-librariana.htm
(zurück)
[Fn
13]
www.libraryhistorybuff.org/bibliophilately.htm
(zurück)
[Fn
14]
www.meruige.com/index-cn.html
(zurück)
[Fn
15]
Code No. 629 (zurück)
[Fn
16]
www.stanleygibbons.com/newissues/index.asp?pageid=topicals&nav_selected=81
(zurück)
[Fn
17]
Krol, Hans und Richter, Hohn Henry: Bibliotheken und Archive auf
Briefmarken. In: Die schwarze und die weiße Kunst. (Nr. 59)
1978. (zurück)
[Fn
18]
Tornow, Ingo: Einer Bibliothek seinen Stempel aufdrücken? Gehen
Sie zur Post! Buch und Bibliothek auf Briefmarken aus aller Welt.
In: BuB 49 (1997) Sonderheft Bibliothekskongress. S. 50-57. (zurück)
[Fn
19]
z.B: Kaden, Ben: Libriana. In: LIBREAS. Library Ideas 4 2006 (1).
Siehe: www.ib.hu-berlin.de/~libreas/libreas_neu/ausgabe4/015kad.htm
(zurück)
[Fn
20]
Ganzstücke oder Ganzsachen sind mit vorauszubezahlenden Wertzeichen
(= Wertstempel) bedruckte Formulare wie z.B. Postkarten, Umschläge,
Kartenbriefe, aber auch Telefon-Billets und Postanweisungen. Darüber
hinaus kommen weitere seltenere Arten vor: Faltbriefe (bei Versand
per Luftpost = Aerogramme), Telegrammblätter und Paketkarten.
Eine Ganzsache ist ein Postwertzeichen wie eine Briefmarke und somit
eine Gebührenquittung für die Inanspruchnahme der postüblichen
Dienstleistungen. (zurück)
[Fn
21]
Bernadotte, Lennart: Das Lebenswerk von Czeslaw Slania. Insel Mainau
: Mainauverwaltung Graf Lennart Bernadotte, 1989. (zurück)
[Fn
21]
Bernadotte, Lennart: Das Lebenswerk von Czeslaw Slania. Insel Mainau
: Mainauverwaltung Graf Lennart Bernadotte, 1989. (zurück)
[Fn
22]
vgl. Tornow, 1997 (zurück)
[Fn
23]
www.bl.uk/collections/stamps.html
(zurück)
[Fn
24]
www.postmuseum.posten.se/museng/index.html
(zurück)
[Fn
25]
www.philatelistische-bibliothek.de
(zurück)
[Fn
26]
www.muenchner-stadtbibliothek.de/page.php?pageid=85
(zurück)
[Fn
27]
http://weblog.ib.hu-berlin.de/?cat=19
(zurück)
[Fn
28]
http://bibliophilately.wordpress.com
(zurück)
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